Prof. Dr. Rolf Socher

Es geht um die Menschen

Herzlichen Glückwunsch, THB! Doch wem gratuliere ich denn da überhaupt? Einer Institution kann man doch nicht gratulieren?! Ich gratuliere den Menschen: denen, die die THB geprägt haben und immer noch prägen; denen, die sich mit ihr identifizieren; denen, die stolz auf "ihre" Hochschule sind; denen, die sich hier wohl fühlen, weil sie die familäre Atmosphäre schätzen; denen, für die die Arbeit an der THB mehr ist als nur ein Job; kurzum: ALLEN Mitgliedern und Angehörigen seit 1992 bis jetzt und auch mindestens noch für die nächsten 30 Jahre.

Eine der wichtigsten Aufgaben einer Hochschule ist es, den jungen Menschen, die zu uns kommen, Freude am wissenschaftlichen Arbeiten zu vermitteln und sie zu einem berufsbefähigenden Abschluss zu führen. Die Lehre, für die ich als Vizepräsident seit Anfang 2019 zuständig bin, hat schon seit vielen Jahren eine erfreuliche Entwicklung genommen. Neue, zukunftsträchtige Studiengänge wurden eingerichtet. Lehrinhalte werden durch aktuelle spannende Themen und Forschungsfelder bereichert. Die Lehrenden zeigten sich offen für neue Lehrformate, wie das alljährlich stattfindende Didaktikforum zeigt. Die Studienerfolgsquoten nahmen eine erfreuliche Entwicklung. Und nicht zuletzt haben wir uns im vergangenen Jahr ein
Leitbild Lehre gegeben.

In diesen Zeiten ist fast kein Text denkbar, der nicht auf das Dauerthema Corona zu sprechen kommt. Für uns alle waren die letzten beiden Jahre eine große Herausforderung. Besonders betroffen war die Lehre (inklusive der Prüfungen), die ab März 2020 plötzlich auf Online-Formate umgestellt werden musste. Mithilfe engagierter Kolleg:innen, die uns die dafür erforderliche Infrastruktur einrichteten, ist uns dies erfreulich gut gelungen.

Gleichzeitig steckt in dieser Krise -- wie in jeder Krise -- aber auch eine Chance. Die Pandemie hat den Prozess der Digitalisierung von Lehrformaten drastisch beschleunigt. Dadurch entstanden Lehr- und Prüfungsformate, die Lehrenden und Lernenden neue Lernräume und -erfahrungen eröffnen und größere Flexibilität durch das Miteinander von synchroner und asynchroner Lehre ermöglichen. Diese digitalen Formate werden auch nach dem Ende der Pandemie fester Bestandteil der Lehre sein.

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