Zähne im Rücken und mathematische Kartentricks beim 1. Brandenburger Science Slam

Unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Manja Schüle, veranstalteten die Präsenzstellen der Hochschulen des Landes Brandenburg heute Abend den 1. Brandenburger Science Slam und gaben der Wissenschaft damit eine Bühne. Interessierte konnten live die Vielfalt der Brandenburgischen Wissenschaft erleben und erfahren, wie spannend und unterhaltsam diese sein kann. Auch die Präsenzstelle Prignitz und die Präsenzstelle OHV lockten zahlreiche Gäste an.

Die Slammerinnen und Slammer in Neuruppin. Foto: Präsenzstelle Prignitz, Silvia Last

Prof. Dr. Rolf Socher zeigte im Oranienwerk einen mathematischen Kartentrick. Foto: ZIM, Universität Potsdam

Der Science Slam am Austragungsort Oranienburg wurde von der Präsenzstelle O-H-V | Velten organisiert, die sich in gemeinsamer Trägerschaft der Technischen Hochschule Brandenburg und der Universität Potsdam befindet. Für die Technische Hochschule Brandenburg ging Prof. Dr. Rolf Socher in den Wettstreit der Wissenschaften. Er präsentierte 70 Wissenschaftsinteressierten im Oranienwerk sowie über 200 weiteren im Livestream einen mathematischen Kartentrick und zeigte auf, wo Mathematik in der Informatik ins Spiel kommt. In seinem Vortrag setzte er auf die Interaktion mit dem Publikum und erklärte, wie die Mathematik Verfahren liefert, um fehlerkorrigierende Codes maßzuschneidern. Dr. Torsten Andreas aus dem Institut für Germanistik der Universität Potsdam ging als bester Slammer hervor.

Die Präsenzstelle Prignitz der Technischen Hochschule Brandenburg holte vier Slammerinnen und Slammer auf die Bühne des Hangar-312 in Neuruppin. Sie stellten sich dem Wettbewerb und überzeugten rund 130 Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihren unterhaltsamen Wissenschaftspräsentationen.

Marius Liefold, Absolvent der Technischen Hochschule Brandenburg und CEO der Denton Systems GmbH, erklärte, wieso der "Zahn im Rücken drückt". Oftmals sind die Zähne für Fehlhaltungen des menschlichen Körpers und damit für unangenehme Schmerzen im "Kreuz" verantwortlich. Als zweiter trat Tsima Bolik auf die Bühne und stellte bei seinem musikalischen Slam "Wenn Löwen Antilopen lieben" die "tierisch gute Ernährung" kritisch in den Fokus. Bei Prof. Dr. Kirsten Harth, Wissenschaftlerin der Technischen Hochschule Brandenburg (THB), ging es um das Phänomen von verstopften Silos und Ausgängen. Hier konnte das Publikum von der Mathematikerin erfahren, wie derartige Staus entstehen und warum an engen Durchgängen Drängeln keinen Sinn macht. Zuletzt betrat Jonathan Nübel, Doktorand der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB), die Bühne. In dem Slam des angehenden Kardiologen ging es um defekte Herzklappen und wie diese ausgetauscht werden können. Das war nichts für schwache Nerven...

Jonathan Nübel konnte das Neuruppiner Publikum von sich überzeugen und gewann den 1. Brandenburger Science Slam in der Fontanestadt. Dank der Unterstützung von Bürgermeister Nico Ruhle gewann er nicht nur den Pokal, sondern es ging sogar ein Herzenswunsch in Erfüllung: Ab sofort folgt ihm Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg auf seinem Twitter-Account.

Print this pageDownload this page as PDF
Campusgeschichten