Praktikum im Forschungsbereich Medizininformatik an der THB

Helene Frenzel hat viele Ideen, was man nach dem Abitur so machen kann, aber wirklichen einen Plan gab es nicht. Dann endete sie das Probestudium MINTLOOK und machte ihm Zuge dessen ein Praktikum im Fachbereiche Medizininformatik. Was sie dort erlebt hat...

Einblicke in die Medizininforamtik während des Praktikumsim Forschungsbereich Medizininformatik an der Technischen Hochschule Brandenburg
Einblicke in die Medizininforamtik während des Praktikumsim Forschungsbereich Medizininformatik an der Technischen Hochschule Brandenburg

Hallo!

Wenn man mich heute fragt wer ich bin, würde meine Antwort lauten:
Ich bin Helen, derzeit 19 Jahre alt und komme aus Brandenburg an der Havel und studiere bald Sozialwissenschaften in Magdeburg. Vor ca. einem Jahr hätte das wahrscheinlich so geklungen:Ich bin Helen, 18 Jahre alt, aus Brandenburg an der Havel und ich interessiere mich für: Lehramt auf Englisch, Landschaftsgestaltung, Forstwissenschaften, Architektur und Innenraumgestaltung, Musikpädagogik, Kunst, […].

Schule und dann?

Wie man wahrscheinlich merkt, hatte ich nicht wirklich einen Plan. Meine Interessen waren zu weit gefächert und ich hatte keine Richtung im Sinn, in die ich gehen könnte. Hobby und Beruf wollte ich immer voneinander trennen, was die ganze Sache noch etwas schwieriger gemacht hat. Außerdem hat mich ständig der Gedanke verfolgt, dass ich mich für nichts entscheiden könnte, solange ich nicht alles ausprobiert habe.
Als ich zum Ende des Abiturs dann auf allen Hochschul- und Universitätswebseiten nach einem Studiengang suchte auf den ich mich bewerben könnte, wurden die Probleme immer größer. Zukunftsängste, Unsicherheit, der (nicht besonders gute) Numerus Clausus und natürlich das nötige Kleingeld. Kurz bevor ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, schaute ich nochmal bei der Website der Technischen Hochschule Brandenburg vorbei und stöberte durch die Studienangebote.

MINTLOOK als Chance zur Berufsfindung

Dort habe ich das Probestudium MINTLOOK entdeckt. Es richtet sich an Abiturienten und Abiturientinnen, die sich vor dem Studium in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ausprobieren wollen. Insgesamt geht das Programm 9 Monate lang. Man besucht Vorlesungen und drei Praktika in den MINT Bereichen und erhält für die Arbeit eine Vergütung. Hört sich doch super an! Also entschloss ich, mich dort zu bewerben und ein weiteres Jahr in meiner Heimatstadt zu bleiben, um an meinen Stärken und Schwächen zu forschen. Außerdem bat mir dies die perfekte Möglichkeit, meine Entscheidung für einen Studiengang noch etwas länger zu überdenken.

Glück gehabt - mein 2. Praktikum

Worüber in diesem Blogeintrag aber hauptsächlich berichtet werden soll, ist mein 2. Praktikum im Forschungsbereich Medizininformatik der TH Brandenburg. Es war anfangs nur ein „Ausweich“-Praktikum, da die eigentlich vorhergesehene Firma mich aus firminternen Gründen nicht annehmen konnte. Glück gehabt, denn dadurch wurden mir nur Vorteile geboten. An der TH wurde ich Teil der Forschung, in einem sehr familiären Umfeld, konnte dazu mein Allgemeinwissen stärken und musste durch den günstig gelegenen Standort kaum pendeln. Das Gebiet in dem ich mitwirken durfte, beschäftigte sich derzeit mit der Medikamentenverwechslung und lief unter der Führung von Prof. Dr. Thomas Schrader. Sein Ziel war es, eine Datenbank aufzustellen, in der Medikamentenverwechslungen aufgeführt werden. Hierbei drehte sich alles um Look-Alike und Sound-Alike Medikamente. Meine hauptsächliche Aufgabe war es, anhand von CIRSmedical`s Fehlerberichten eine Auswertung von (zunächst) 100 Berichten vorzunehmen, um zu erforschen, wie oft Medikamentenverwechslungen zustande kommen. Nach und nach wertete ich jedoch immer mehr Fälle aus, sodass im Endeffekt ca. 400 Fälle betrachtet werden konnten. Aus den Ergebnissen erstellte ich Datenbanken in denen alle Kriterien und Fakten eingetragen wurden. Somit konnte man nach und nach Statistiken aufstellen und die Werte in die Forschung einfließen lassen. Des Weiteren konnte ich den Mitarbeitern des Projektes immer wieder unter die Arme greifen und Aufgaben erledigen, die notwendig waren, um mit der Forschung voran zu kommen.


Ich bin mit der Arbeit an der TH Brandenburg sehr zufrieden gewesen und habe mich so gut in das Umfeld eingelebt, dass ich am liebsten noch weitere 3 Monate bleiben würde.
Ein Praktikum an der Technischen Hochschule Brandenburg kann ich nur empfehlen!

Print this pageDownload this page as PDF
Campusgeschichten