Familienfreundliche Hochschule - Studieren mit Familie

Studium und Familie sowie Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen, stellt immer mehr Familien vor große Herausforderungen. Mit zahlreichen familienfreundlichen Maßnahmen möchten wir dazu beitragen, dass die Studierenden und Beschäftigten der Technischen Hochschule Brandenburg die Möglichkeit haben, Studium und Familie bzw. Beruf und Familie zu vereinbare.  

Persönliche Beratung und Information 

Der Familienservice steht Ihnen für alle Belange einer familienfreundlichen Hochschule und zu Fragen rund um die Themen Vereinbarkeit von Studium/Karriere mit Kind, Finanzierung und Förderung sowie Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Sprechstunde sowie nach persönlicher Terminvereinbarung zur Verfügung. 

Mutterschutz und Prüfungen

Der gesetzliche Mutterschutz stellt sicher, dass sich Mütter sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt zumindest zeitlich ausschließlich um ihr Wohlergehen und das des neugeborenen Kindes kümmern können. Er greift für schwangere Studierende auch dann, wenn sie neben dem Studium einen Job ausüben. Die Bestimmungen gelten nur für das Arbeitsverhältnis.  

Ob mit oder ohne Job, schwangere Studierende können auch während ihrer Ausbildung an der Hochschule einer gesundheitlichen Gefährdung ausgesetzt sein. Deshalb sind nach Maßgabe von §21 Abs. 1 BbgHG die Prüfungsordnungen so zu gestalten, dass sie die Inanspruchnahme der Schutzfristen des Mutterschutzgesetzes ermöglichen. Was heißt das konkret? Werdende studierende Mütter müssen 6 Wochen vor der Entbindung keine Prüfungen ablegen, es sei denn, dass sie sich vor Ablegung der Prüfung ausdrücklich dazu bereit erklären. Nach der Entbindung dürfen Mütter bis zum Ablauf von 8 Wochen keine Prüfungen ablegen.  

Wenn eine Studentin während der Zeit des Mutterschutzes Prüfungs(vor-)leistungen zu erbringen hat, ist es wichtig, dass sie sich im Vorfeld mit dem Prüfungsamt in Verbindung setzt. Um den Mutterschutz in Anspruch zu nehmen, legen Sie bitte eine Kopie des Schwangerschaftsausweises oder ein Schreiben des Frauenarztes dem Prüfungsamt vor.  Weitere Informationen zum Thema Mutterschutz sowie viele informative Broschüren zu diesem und anderen Themen, erhalten Sie bei der Beauftragten für Familie und Soziales im Familienbüro (Zentrum für Studium und Karriere, Laborgebäude 1).

Krankheitsfall

Kranke Kinder dürfen (und sollten) nicht in die Kita oder andere Betreuungseinrichtungen gebracht werden. Insofern keine Betreuung durch Freunde oder Familienangehörige sichergestellt werden kann, bedeutet dies oftmals, dass studierende Eltern nicht in der Lage sind, an Vorlesungen, Seminaren, Prüfungen oder Exkursionen teilzunehmen. Laut der gesetzlichen Krankenkassen hat jeder Krankenversicherte laut § 45 Sozialgesetzbuch bei der Erkrankung eines unter 12 Jahre alten, versicherten Kindes das Recht, dem Studium fernzubleiben und das Kind zu pflegen. Das bedeutet, dass sich studierende Eltern im Falle einer (plötzlichen) Erkrankung ihres Kindes, durch den Kinderarzt bis zu 10 Tage im Jahr krank schreiben lassen können. Für Alleinerziehende sind es sogar 20 Tage im Jahr. 

Den Nachweis über die Krankschreibung des Kindes muss dem Prüfungsamt übermittelt werden.

Beurlaubung vom Studium

Aus wichtigen Gründen, wie Geburt und Erziehung eines Kindes oder Pflege eines Angehörigen können Studierende ein bis zwei Semester vom Studium beurlaubt werden. In der Regel dann, wenn kein ordnungsgemäßes Studium (z. B. Erkrankung oder Zeiten des Mutterschutzes) möglich ist. Urlaubssemester zählen nicht als Fachsemester. Folglich können Studien- und Prüfungsleistungen in dieser Zeit nicht erbracht werden.

Flexibilierung durch einen Sonderstudienplan

Sudierende mit Familienaufaben können auf Antrag einen verbindlichen individuellen Sonderstudienplan vereinbaren. Auf diese Weise können sie Module in anderen Kombinationen und zu anderen Zeitpunkten belegen als im Modulhandbuch vorgesehen. Nicht jeder Studiengang ist dafür geeignet. Bitte informieren Die sich bei dem zuständigen Prüfungsausschuss der entsprechenden Fakultät zum Vorgehen. Durch die Gliederung der Studieninhalte in Module, die regelmäßig angeboten werden, können Studentinnen und Studenten mit Kind ihre Studienbelastung zeitlich besser aufteilen und idealerweise das Studium ohne Unterbrechung fortsetzen sowie Prüfungen ablegen. 

Flexibilisierung durch ein Teilzeitstudium

Ein Teilzeitstudium ist entweder möglich, wenn ein Studiengang als Teilzeitstudiengang akkreditiert ist (erkenntlich an der Studien- und Prüfungsordnung). Oder ein Teilzeitstudium wird aufgrund besonderer Situationen beantragt, z.B. bei Pflege und Erziehung von Kindern, Pflege und Betreuung naher Angehöriger, Behinderung oder chronischer Erkrankung, regelmäßiger Berufstätigkeit, etc.

"Begrüßungsgeschenk“ für unseren Nachwuchs

Herzlich Willkommen. Wir wollen gratulieren und überraschen unsere THB-Babys mit einem Geschenk. Informieren Sie uns! Mail an franciska.lueck(at)th-brandenburg.de 

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