Alumna im Portrait:

Susanne Nitzsche
Diplom Betriebswirtin (FH)
Abschlussjahr: 2010
Aktuelle Tätigkeit: Referentin Personalmarketing
Titel der Abschlussarbeit:
"Rekrutierung von Hochschulabsolventen über professionelles Personalmarketing: Eine empirische Untersuchung zur Attraktivität von Unternehmen für Studierende und Absolventen."
Was machen Sie derzeit beruflich?
Momentan habe ich die Position Referentin Personalmarketing bei der ALBA Group inne. Für den Bereich bin ich seit über drei Jahren selbständig verantwortlich. Mein Tätigkeitfeld beinhaltet das Thema Arbeitgeberattraktivität. Dabei geht es nicht um Werbebotschaften in Stellenanzeigen. Es geht vielmehr um die ganzheitliche Gestaltung von Arbeitsbedingungen, um gelebte Werte, um motivierende Arbeitstätigkeiten und um die Kommunikation an/für Fach- und Führungskräfte, Trainees, Praktikanten und Auszubildende.
Employer Branding ist heutzutage eine etablierte HR-Funktion geworden, die das Finden und Gewinnen begehrter Kandidaten am Arbeitsmarkt zum Ziel hat, aber ebenso die Bindung und das Engagement der bereits in der Organisation beschäftigten Mitarbeiter. Da die Welt heute dank Web 2.0 immer transparenter wird, versteht es sich fast von selbst, dass Employer Brand wahr sein muss, um ihre Wirkung in die Organisation hinein und auf dem Arbeitsmarkt hinaus zu entfalten.
Welche Kenntnisse und Fertigkeiten sind dafür wichtig?
Meine Fachkenntnisse habe ich zum einen in meiner Ausbildung zur Handelsassistentin mit anschließendem Studium an der Hochschule in Brandenburg erworben. Durch das Vertiefungsfach Personalmanagement im Hauptstudium konnte ich einen groben Überblick aller notwendigen Kenntnisse erlangen. Die Wechselwirkung der Vertiefungsfächer Dienstleistungsmanagement /-marketing und Personalmanagement kam mit dabei nur zu gute. Die dafür notwendigen Fertigkeiten bzw. praktischen Erfahrungen, erlangte ich in meinem 6-monatigen Praktikum mit anschließender Werkstudententätigkeit.
Wie haben Sie die für den Beruf wichtigen Kompetenzen erworben?
Nach Abschluss meines Studiums absolvierte ich ein 12-monatiges HR Trainiee-Programm. Von Beginn an war ich in das Tagesgeschäft eingebunden, lernte Verantwortung zu übernehmen und anspruchsvolle Projekte zu steuern. Dabei war ich direkt meiner Chefin Head of Corporate Human Resources unterstellt; so legte ich bereits führzeitig den Grundstein für meine berufliche Karriere innerhalb der ALBA Group. Außerdem erhielten alle Trainees individuelle Trainings und Schulungen - Basis für eine erfolgreiche berufliche und persönliche Entwicklung. Eine Zusatzausbildung für Adobe InDesign und Photoshop erleichtert mir zusätzlich die tägliche Arbeit.
Was hat Sie motiviert zu Deiner Studien- bzw. Berufswahl?
Nach Abschluss meiner Ausbildung im kaufmännischen Bereich stand für mich fest, dass erworbene Wissen weiter zu vertiefen. Das Studium der Hochschule in Brandenburg bot mir durch ihr Angebot innerhalb der Vertiefungsfächer die besten Möglichkeiten meinen beruflichen Schwerpunkt zu setzen. Zudem könnte ich in Brandenburg noch den Abschluss der Diplom Betriebswirtin erwerben. Durch den Bologna-Prozess hatten bereits zahlreiche Hochschulen in Berlin/Brandenburg - mit starken Umstellungsproblemen -, dass zweistufige System berufsqualifizierender Studienabschlüsse (Bachelor und Master) eingeführt.
Wie gestaltete sich Ihr Übergang vom Studium in den Beruf?
Durch mein Praktikum im Human Resources-Bereich erkannt ich schnell, weiterhin mein Fokus in diese Fachrichtung zu setzen. Ich kann von Glück sagen, dass ich ein Angebot von meiner Führungskraft der ALBA Group erhalten habe, als Werkstudentin weiterhin tätig zu sein.
Anschließend eröffnete sich die Möglichkeit meine Abschlussarbeit in dem Unternehmen anzufertigen. Hier suchte ich mir ein Thema was für die ALBA Group relevant war und meine Affinität dem Web 2.0 ergänzte. Der Titel meiner Arbeit lautete Rekrutierung von Hochschulabsolventen über professionelles Personalmarketing: Eine empirische Untersuchung zur Attraktivität von Unternehmen für Studierende und Absolventen. Ich machte mir innerhalb meiner Diplomarbeit zur Aufgaben, eine Strategie für die Gewinnung von Studenten und Absolventen innerhalb der klassischen Recruitingkanälen, Neuausrichtung der Recruitingkanäle, sozialen Netzwerke zu erstellen. 2009 wurde das Thema Social Media noch als Hype im Personalbereich beschrien. Jetzt ist es zu einem gängigen Instrument geworden und ist aus meinem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken.
Rückblickend kann ich sagen, dass meine Chefin mir viel Vertrauen geschenkt hat, die damals noch so unbekannten Portale wie kununu mit Unternehmensinformationen sowie die Personalkommunikation im Web 2.0 zu übertragen.
Warum haben Sie sich für ein Studium an der FHB entschieden?
Für mein Studium musste ich nicht meinen Wohnraum verlegen. Das war ein definitiver Vorteil für die FH Brandenburg. Potsdam und Brandenburg ist dank der Deutschen Bahn ein „Katzensprung“.
November 2016