Wie umgehen mit KI?

Tipps zum Umgang mit KI-generierten Inhalten in Studien- und Prüfungsleistungen - Austausch im Rahmen von LEHR|KRAFT am 6. Oktober 2026.

Viele Lehrende beschäftigen sich mit Fragen zum Thema KI-Nutzung in Studienleistungen und Prüfungen. Was dürfen Studierende, wie erkennt man KI-generierte Texte? Am  6. Oktober 2026, 11:00 bis 11:45 Uhr, ist ein entsprechender Austausch im Rahmen von LEHR|KRAFT zu solchen Fragen und allgemein zum Thema europäische KI-Verordnung, auch "AI Act", geplant. Bis dahin gibt es hier schon mal eine kurze Zusammenfassung: 

Grundsätzlich begrüßt die THB den Einsatz generativer KI-Systeme, soweit Datenschutz-, Urheberrechts- und IT-Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Die Nutzenden tragen dann die Verantwortung für die Korrektheit, Qualität und Nachvollziehbarkeit der erstellten Inhalte. In welchem Umfang der Einsatz von KI-Tools in konkreten Studien- und Prüfungsleistungen erlaubt ist und wie der Einsatz ggf. zu dokumentieren ist, entscheidet der oder die jeweilige Prüfende. Die THB hat eine Vorlage einer Selbständigkeitserklärung erarbeitet, die auch die Nutzung von KI-Tools in Prüfungsleistungen beachtet. Diese kann unter Formulare für Prüfungsangelegenheiten beim Prüfungsamt heruntergeladen werden. Die festgelegte Nutzung wird dann in der Selbständigkeitserklärung angekreuzt. 

In unserer Plagiatsprüfungssoftware PlagAware kann mittlerweile ein integrierter  "KI-Detektor" genutzt werden, der per Stilanalyse arbeitet. Das heißt, im hochgeladenen Text kann nicht nur nach Plagiaten, sondern auch nach KI-stereotypischen Formulierungen (und somit nach Ghostwriting) gesucht werden. Das Team Digitale Lehre weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass solche sogenannten KI-Detektoren sehr kritisch diskutiert werden und rät eindeutig davon ab sie zu nutzen. Sie gelten als fehleranfällig und datenschutzrechtlich problematisch. Zudem kann KI-generierter Text, wenn ordentlich dokumentiert, eine gewollte professionelle Nutzung von KI-Tools darstellen (z. B. Umformulierung im Sinne einer Schreibassistenz, z. B. für internationale Studierende) und als Output des KI-Detektors erhält man dann "false positives".

Weitere Informationen aus dem Bereich der Digitalen Lehre finden Interessierte im passenden Newsletter. Die aktuelle sowie vergangene Ausgaben finden Sie auf den Seiten des Teams für Digitale Lehre.