Informationen für Studentische Hilfskräfte (SHK)

Definition

Studierende können als SHK beschäftigt werden. SHK verfügen im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Hilfskräften über kein abgeschlossenes Studium.

SHK können mit einer regelmäßigen Arbeitszeit von bis zu maximal 19 Wochenstunden innerhalb der Vorlesungszeit und bis zu 40 Stunden außerhalb der Vorlesungszeit beschäftigt werden.

Die Beschäftigung als SHK wird nicht auf die zulässige Befristungsdauer gemäß Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) angerechnet.

Tätigkeiten

SHK unterstützen die wissenschaftlichen Dienstkräfte bei ihren Tätigkeiten in Forschung und Lehre durch sonstige Hilfstätigkeiten. SHK, die als Tutoren tätig werden, führen Unterricht in kleinen Gruppen (Tutorien) zur Vertiefung und Aufarbeitung des von den Lehrveranstaltungen vermittelten Stoffes durch. Als SHK mit Tutorentätigkeit dürfen nur fachlich qualifizierte Studierende beschäftigt werden, die mindestens drei Semester in dem breffenden Studiengang studiert haben.
Hierunter fallen insbesondere folgende unterstützende wissenschaftliche Dienstleistungen:

  1. Mithilfe bei der organisatorischen und technischen Vorbereitung und Durchführung des Lehr- und Forschungsbetriebes,
  2. Mithilfe bei der Sammlung von Dokumentationen von Forschungsergebnissen,
  3. Mithilfe bei der Wartung und Ausgabe von Geräten,
  4. Mithilfe bei der Erstellung und Beschaffung von Bibliographien und Literaturlisten,
  5. Mithilfe bei Statistik- und Recherchearbeiten und der Anfertigung von Tabellen und Schaubildern,
  6. Tutorentätigkeit unter Betreuung von Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrern, denen die fachliche Anleitung und Verantwortung obliegt.

SHK können in begrenztem Umfang auch zusätzlich anfallende Aushilfstätigkeiten im Verwaltungs-, Bibliotheks- und technischen Bereich übertragen werden. Die oben genannten Aufgaben 1 bis 6 müssen insgesamt jedoch überwiegen.

Nicht übertragen werden dürfen den SHK:

  1. Tätigkeiten, die von den Angehörigen des wissenschaftlichen Personals wahrzunehmen sind und
  2. Tätigkeiten, die als ständige Aufgabe durch Inhaberinnen oder Inhabern von Funktionen mit Daueraufgaben wahrgenommen werden.

Antragstellung

Vollständig ausgefüllte Anträge auf Einstellung einer SHK sind über die Fachbereiche bzw. Organisationseinheiten an die Abteilung Personal und Organisation zu richten. Die Formblätter finden Sie unter dem nachfolgenden Link:
Antrag / Personalbogen zur Beschäftigung als Studentische Hilfskräfte,
ZBB-Formular Persönliche Angaben Studentische Hilfskräfte.
Die Beschäftigungsdauer richtet sich nach dem WissZeitVG.
Hinweis: Bei Vertragsdauer über ein Semester hinaus, ist eine aktuelle Studienbescheinigung zeitnah vorzulegen.

Arbeitsvertrag

Nach Prüfung aller einstellungsrelevanten Unterlagen wird durch die Abteilung Personal und Organisation der Arbeitsvertrag für die SHK ausgefertigt.

Die SHK und die verantwortliche Antragstellerin oder der verantwortliche Antragsteller erhalten eine Mitteilung zur Unterschriftsleistung des Arbeitsvertrages durch die SHK per E-Mail.
Eine Aufnahme der Tätigkeit ist erst nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrages zulässig.
Die Veranlassung zur Auszahlung der Vergütung erfolgt nach Vertragsunterzeichnung durch die Abteilung Personal und Organisation an die Zentrale Bezügestelle des Landes Brandenburg (ZBB).

Die Vergütung beträgt je Stunde der wöchentlichen Arbeitszeit:
- ab dem 01.01.2021 =  9,50 € Brutto,
- ab dem 01.07.2021 =  9,60 € Brutto,
- ab dem 01.01.2022 =  9,82 € Brutto,
- ab dem 01.07.2022 = 10,45 € Brutto.

Die Vergütung wird pro Monat gezahlt. Die Abrechnung der geleisteten Stunden erfolgt durch die SHK monatlich über die Arbeitszeitnachweise (Muster - 1), (Muster - 2) bei der verantwortlichen antragstellenden Person. Wird festgestellt, dass die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit nicht im vollen Umfang erfüllt wurde, erfolgt eine Rückforderung der Vergütung.

Der Arbeitszeitnachweis ist von der SHK zu unterzeichnen und durch die verantwortliche antragstellende Person zu überprüfen und zu unterzeichnen. Die Zeitnachweise verleiben in den Bereichen.

Beschäftigungsende

Mit Ablauf des letzten im Arbeitsvertrag festgelegten Tages endet das Beschäftigungsverhältnis der SHK automatisch und unabhängig von der vertraglichen Vereinbarung durch Exmatrikulation.

Falls das Beschäftigungsverhältnis kurzfristig beendet werden soll, kann formlos ein Auflösungsantrag gestellt werden. Dieser muss von der verantwortlichen antragstellenden Person befürwortet werden. Der Auflösungsvertrag wird von der Abteilung Personal und Organisation ausgefertigt und von beiden Vertragsparteien unterschrieben. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung nach § 625 Bürgerliches Gesetzbuch bleibt unberührt.

Hinweise für ausländische Studierende

Bestimmte Gruppen von ausländischen Studierenden haben hinsichtlich der Arbeitserlaubnis Beschränkungen in ihrem Pass nach § 16 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) eingetragen, die den Aufenthalt zum Zweck des Studiums regelt. § 16 Abs. 3 AufentG bestimmt u. a., dass die Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung, die insgesamt 120 Tage oder 240 halbe Tage im Jahr nicht überschreiten darf, sowie zur Ausübung studentischer Nebentätigkeiten berechtigt. Die Beschäftigung als SHK (im Erst-, Zweit- oder Promotionsstudiengang) unterliegt demnach keinen Einschränkungen nach dem AufenthG. Dennoch muss sichergestellt werden, dass das Studium im Mittelpunkt steht, da die Aufenthaltserlaubnis gem. § 16 AufentG zum Zwecke des Studiums an diese Bedingung geknüpft ist. Näheres kann in der jeweiligen Ausländerbehörde in Erfahrung gebracht werden.Welche Ausländerbehörde zuständig ist, hängt vom jeweiligen Wohnsitz ab.

Für weitere Rückfragen steht die Abteilung Personal und Organisation gern zur Verfügung.

Print this pageDownload this page as PDF