Am Mittwoch, dem 10. Juni 2026, besuchten angehende Wirtschaftsingenieur:innen und Maschinenbauer:innen der Vertiefungsrichtung Energie- und Umwelttechnik die Thermische Abfallverwertungsanlage der EEW Energy from Waste Premnitz GmbH. Hier werden jährlich ca. 300.000 t vorsortierte Siedlungsabfälle aus der Region und z.T. auch aus anderen Ländern Europas sowie Ersatzbrennstoffe, für die es keine weiteren Verwendungs- oder Verwertungsmöglichkeiten gibt, energetisch genutzt. Produkte dieser energetischen Verwertung sind Elektroenergie, die ins öffentliche Netz eingespeist und Prozesswärme, die für den Industriestandort Premnitz bereitgestellt wird. Außerdem bildet sie die Grundlage der Fernwärme für die Städte Premnitz und Brandenburg an der Havel. Aufgrund des hohen Kunststoffanteils in den heutzutage anfallenden Abfällen, weisen diese einen gut nutzbaren Heizwert für diese Anwendungen auf. Problematisch an heutigen Abfällen sind indes die zunehmenden Mengen an Akkus, die aus elektronischen Geräten und zunehmend E-Zigaretten stammen, die einerseits eine unkontrollierte Selbstentzündung der Abfälle außerhalb der eigentlichen Verbrennungsanlage verursachen können, andererseits aber auch das Schadstoffpotential und den Aufwand für die Abgasreinigung beeinflussen. Hierüber, zu weiteren Details des Betriebs einer so komplexen Anlage oder zur Vermarktung der generierten Elektroenergie, gab der Produktionsleiter lebhaft Auskunft.
Die Besichtigung der Anlage vermittelte allen Anwesenden einen plastischen Eindruck von den Dimensionen der benötigten technischen Ausrüstung und von der Verantwortung, die die Beschäftigten in so einer Anlage tragen. Die gewonnenen Eindrücke knüpfen an vieles an, was während des Studiums als Fachwissen vermittelt wird. Ein Dank geht an den Produktionsleiter der EEW Energy from Waste Premnitz GmbH, der sich für die vielen interessierten Fragen der Studierenden Zeit genommen und diese verständlich und fachkundig beantwortet hat.

