Ein Zeichen für die Freiheit, Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit

In einer gemeinsamen Stellungnahme betonen Akteure der Brandenburger Wissenschaftsszene ihre gesellschaftliche Verantwortung und bekennen sich zur freiheitlichen Demokratie.

Textlogo "Wissenschaft zeigt Haltung" - Klick öffnet Bildbetrachter

Die Brandenburger Wissenschaftsszene setzt ein Zeichen für die Freiheit, Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit der Wissenschaft. In ihrer gemeinsamen Stellungnahme "Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg" betonen Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere wissenschaftsnahe Akteure ihre gesellschaftliche Verantwortung und bekennen sich zur freiheitlichen Demokratie. THB-Präsident Prof. Dr. Andreas Wilms gehört zu den Erstunterzeichnern der Stellungnahme.

Gemeinsame Stellungnahme

Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg

Die Wissenschaft in Brandenburg steht für gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehören nicht nur Forschung und die Ausbildung von Studierenden, sondern auch der Transfer in die Gesellschaft, in Wirtschaft, Politik und Kultur. Die Hochschulen, die außeruniversitären Forschungseinrichtungen und andere wissenschaftsnahe Akteure leisten gemeinsam wesentliche Beiträge zur Entwicklung Brandenburgs. Die beeindruckende Erfolgsgeschichte des Landes im letzten Jahrzehnt wäre ohne die Stärke seiner wissenschaftlichen Institutionen kaum vorstellbar.

Wissenschaft lebt von Transparenz und der Bereitschaft, Kritik anzunehmen. Es ist ein Kern des wissenschaftlichen Arbeitens, die eigenen Ergebnisse fortwährend zu prüfen und zu korrigieren. Gerade diese Arbeitsweise macht Wissenschaft leistungsfähig, aber auch angreifbar – insbesondere dann, wenn politische Einflussnahme, Desinformation, wirtschaftliche Abhängigkeiten oder gezielte Angriffe auf Personen und Institutionen zunehmen.

Genau deshalb braucht Wissenschaft verlässliche Rahmenbedingungen, die ihre Unabhängigkeit schützen und ihre Handlungsfähigkeit sichern. Dazu gehören Unterstützungsstrukturen für Beschäftigte und Forschende, digitale und organisatorische Sicherheit sowie eine stabile Infrastruktur. Notwendig sind auch klare Verfahren für Krisenlagen und eine öffentliche Kultur, die wissenschaftliche Arbeit nicht delegitimiert, sondern stärkt und anerkennt.

Die Leitungen der brandenburgischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich als Pfeiler der freiheitlichen Demokratie. Sie stehen solidarisch Seite an Seite, wenn die im Grundgesetz festgeschriebene Freiheit der Wissenschaft angegriffen wird. Dazu gehört ausdrücklich auch die Umsetzung von Diversität, Chancengerechtigkeit und Gleichstellung.

Das Land Brandenburg, seine Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die Fördermittelgeber und die wissenschaftspolitischen Partner arbeiten gemeinsam daran, ihre Resilienz zu sichern. Ziel muss sein, dass Wissenschaft auch unter Druck frei, mutig, offen und verantwortungsvoll arbeiten kann. Nur so kann sie langfristig und nachhaltig dem Gemeinwohl dienen. Dies ist der Anspruch, an dem die Unterzeichnenden sich messen lassen wollen.

Alle Informationen: Stellungnahme der Wissenschaft

Print this pageDownload this page as PDF
Presseinformationen