Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. André Nitze
Technische Leitung: Prof. Dr. Daniel Guterding
Verwendung: zum Moodle-Kurs (Mitgliedschaft auf Anfrage)
Status: Abgeschlossen
Förderung: Infrastruktur-Förderprogramm „Innovation in Brandenburg (IiB) 2023“

Mit dem High Performance Computing Labor (HPC-Labor) wurde an der Technischen Hochschule Brandenburg eine leistungsfähige und gemeinsam nutzbare Recheninfrastruktur für daten- und rechenintensive Anwendungen aufgebaut. Ziel des Vorhabens war es, insbesondere Forschung und Entwicklung in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Big Data mit lokal verfügbaren Rechenressourcen zu unterstützen. Die Infrastruktur wurde für eine fachbereichsübergreifende Nutzung in Forschung und Lehre konzipiert.
Ein wesentlicher Ausgangspunkt war die zunehmende Bedeutung leistungsfähiger Hardware für moderne KI-Anwendungen. Das Training und die Erprobung komplexer Modelle, die Verarbeitung großer Datenmengen sowie rechenintensive Simulationen überschreiten schnell die Möglichkeiten klassischer Arbeitsplatzrechner. Das HPC-Labor schafft hierfür eine zentral verfügbare Infrastruktur und ermöglicht es, neue Verfahren und Anwendungsszenarien unmittelbar an der Hochschule zu entwickeln und zu untersuchen.
Technisch basiert das Labor auf einem skalierbaren Server-Cluster. Rechenintensive Aufgaben können auf mehrere Worker-Nodes mit Grafikprozessoren verteilt und parallel ausgeführt werden. Die Architektur ist so angelegt, dass zusätzliche Rechenknoten integriert und die vorhandenen Ressourcen entsprechend künftiger Anforderungen erweitert werden können. Für die Softwareumgebung kommen Open-Source-Lösungen zum Einsatz.
Das HPC-Labor dient zugleich als Experimentier- und Entwicklungsumgebung. Forschende können neue KI-Modelle, Methoden und Simulationen erproben, während Studierende Zugang zu leistungsfähiger Rechentechnik für Lehr- und Forschungsprojekte erhalten. Darüber hinaus können temporäre Testumgebungen und virtuelle Reallabore eingerichtet werden, um KI-Anwendungen unter realitätsnahen Bedingungen zu untersuchen.
Mögliche Einsatzfelder reichen von IT-Sicherheit und Energie- und Ressourceneffizienz über KI-gestützte Lehr- und Lernanwendungen bis hin zu Forschungs- und Transferprojekten mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Nutzung vorhandener Ressourcen. Statt leistungsfähige Hardware jeweils für einzelne Forschungsprojekte zu beschaffen und nach Projektende nur eingeschränkt weiterzuverwenden, bündelt das HPC-Labor Rechenkapazitäten und stellt sie unterschiedlichen Vorhaben bedarfsgerecht zur Verfügung.
Damit schafft das Projekt eine langfristig nutzbare Forschungsinfrastruktur, unterstützt die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Technischen Hochschule Brandenburg und bildet eine technische Grundlage für neue Forschungs-, Transfer- und Gründungsaktivitäten.